Das Spiel zwischen dem FC Lugano und dem FC Basel 1893, das gestern, am 19. Januar 2025, im Cornaredo-Stadion stattfand, bot sowohl aus taktischer als auch aus statistischer Sicht interessante Erkenntnisse. Analysieren wir im Detail die Zahlen und die Dynamik, die das Spiel kennzeichneten.
Jüngste Entwicklungen: ein prekäres Gleichgewicht für beide
Der Tabellenführer Lugano tut sich schwer, das Gefühl des Sieges wiederzufinden. Die letzte Freude datiert auf den 12. Dezember, in Europa, gegen Legia Warschau, während man in der Meisterschaft auf den 7. Dezember, mit dem Erfolg gegen Luzern, zurückgehen muss. Die Winterpause verstärkt die Sieglosigkeit der Bianconeri, die im Cornaredo seit dem 24. November gegen Zürich nicht mehr gewonnen haben.
Nicht besser sieht es für Basel aus, das seit dem 24. November, als man Servette mit 3:1 schlug, keine drei Punkte mehr geholt hat. Nichtsdestotrotz stellen die Rheinländer nach wie vor den besten Angriff der Super League, und zwei Gegentore in einem Spiel bleiben eine Ausnahme. Nur Lausanne, YB, Zürich und nun auch Lugano haben es geschafft, mehr als ein Tor gegen Basel zu erzielen.
Luganos Verteidigung: Von der Stärke zur Alarmglocke
Einer der beunruhigendsten Aspekte für Lugano ist das Fehlen von sauberes BlattDies steht im Gegensatz zur defensiven Effizienz, die zu Beginn der Saison an den Tag gelegt wurde. Das letzte Spiel ohne Gegentor geht auf den 4. Dezember im Schweizer Cup gegen Yverdon zurück, in der Meisterschaft auf den 3. November.
Sechs Spiele in Folge mit mindestens einem Gegentreffer sind ein nicht zu unterschätzendes Zeichen. Die defensive Solidität muss wieder eine Säule werden, um bis zum Ende der Saison konkurrenzfähig zu bleiben und auch die schwierigsten Spiele zu gewinnen.
Super League langsam: eine Liga, die nie so offen war
Interessant ist der Rückgang der Durchschnittspunkte der Spitzenteams. In den letzten fünf Jahren hatte die führende Mannschaft am 20. Spieltag im Durchschnitt 44 Punkte, 12 mehr als Luganos aktuelle 32. Diese Meisterschaft zeichnet sich durch eine noch nie dagewesene Ausgeglichenheit aus, die jedes Spiel entscheidend und jeden gewonnenen Punkt von entscheidender Bedeutung macht. Alles deutet auf einen engen Kampf bis zum letzten Tag hin.
Strafen: ein Dorn im Auge
Lugano ist das Team, das in dieser Saison die meisten Elfmeter kassiert hat, nicht weniger als sieben. Gegen kein anderes Team der Super League wurden so viele Elfmeter gepfiffen. Der Negativrekord des Klubs stammt aus der Saison 2021/22, in der 10 Strafen verhängt wurden. Die Reduzierung dieser Vorfälle wird entscheidend sein, um die defensive Stabilität zu festigen und den ersten Platz in der Tabelle zu halten.
Die wichtigsten Akteure
Xherdan Shaqiri (Basel): Er war an einem Assist und einem Tor beteiligt und glänzte mit seinen erstklassigen Spielzügen.
Benie Traoré (Basel): Hinter Kevin Carlos eingesetzt, brachte er mit seiner Schnelligkeit und seinen Spurts die Hintermannschaft der Bianconeri in Schwierigkeiten.
Mattia Zanotti (Lugano): Er verwandelte den Elfmeter zum zwischenzeitlichen Ausgleich und sorgte auf der rechten Seite immer wieder für Gefahr.
Albian Hajdari (Lugano): Der Abwehrchef war ein echter Stürmer, der auch dank der präzisen Vorlage von Valenzuela den Treffer zum 2:1 erzielte.
Spiel-Statistik
Schüsse insgesamt: 40 (Lugano 18, Basel 22).
Ballbesitz: Lugano 51%, Basel 49%.
Erwartete Tore (xG): Lugano 2,24, Basel 2,71.
Abgeschlossene Passagen: Lugano 331 von 400, Basel 307 von 381.
Präzision im Dribbling: Lugano 58%, Basel 56%.
Luftduelle gewonnen: Parität bei 50% für beide Teams.
Tackle gewonnen: Beide Teams bei 76%.
Abschließende Überlegungen
Das Unentschieden gegen Basel hinterlässt gemischte Gefühle. Einerseits hat die Mannschaft gezeigt, dass sie auf Augenhöhe mit einer der besten Mannschaften der Liga spielen kann. Andererseits gibt es einige Aspekte, an denen man arbeiten muss, wie zum Beispiel die Elfmeter und die Schwierigkeit, das Tor nicht zu treffen.
Am kommenden Samstag wird das Spiel gegen Winterthur ein weiterer wichtiger Test sein, um die Tabellenführung zu bestätigen und wieder einen Sieg zu erringen. Eines ist sicher: Der Kampf um den Titel wird lang und ungewiss sein, aber Lugano hat bewiesen, dass es bereit ist zu kämpfen.